Bert Trautmann zählt zu den faszinierendsten Figuren des Fußballs – nicht nur wegen seiner sportlichen Leistungen, sondern auch wegen seines außergewöhnlichen Lebensweges. Vom deutschen Fallschirmjäger und Kriegsgefangenen zum gefeierten Torwart von Manchester City, von persönlicher Tragödie bis zu Versöhnung und internationaler Anerkennung – Trautmanns Leben war reich an Wendungen. Ein zentrales Thema in diesem einzigartigen Leben sind auch seine Ehepartnerinnen: Die Frauen, die an seiner Seite standen, ihn prägten und mit ihm durch Höhen und Tiefen gingen. In diesem Artikel untersuchen wir detailliert Bert Trautmanns Ehen, seine Beziehungen, die Rolle seiner Ehepartnerinnen und ihre Bedeutung für sein persönliches Leben und Vermächtnis.
Bert Trautmann: Ein Mann zwischen Fußball, Krieg und Liebe
Bevor wir auf die Frauen in seinem Leben eingehen, ist es wichtig, Bert Trautmanns Hintergrund und Persönlichkeit zu verstehen.
Geboren wurde Bernhard Carl „Bert“ Trautmann am 22. Oktober 1923 in Bremen, Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb er in England, nachdem er in Kriegsgefangenschaft geraten war, und baute sich dort ein neues Leben auf – zunächst auf einem Bauernhof, bald aber als aufstrebender Fußballtorwart. Seine außergewöhnliche Karriere bei Manchester City (1949–1964) machte ihn zu einer Legende – nicht zuletzt durch den FA-Cup-Sieg 1956, bei dem er mit gebrochenem Genick weiterspielte.
Doch abseits des Fußballplatzes war Trautmann nicht weniger komplex: sein Mannsein, seine familiären Bindungen, seine Ehen und seine Art, mit Verlust und Liebe umzugehen, geben Einblick in den Menschen hinter dem Helden.
Die erste Ehe: Margaret Friar – Liebe, Unterstützung und Tragödie
Wer war Margaret Friar?
Die erste Ehe von Bert Trautmann war mit Margaret Friar, einer Engländerin, die er Ende der 1940er Jahre kennenlernte, als er nach dem Krieg in England lebte.
Margaret war die Tochter eines Vereinsfunktionärs von St Helens Town, dem Klub, bei dem Trautmann nach seiner Gefangenschaft begann, Fußball zu spielen. Sie wuchs in einer Zeit auf, in der Europa noch stark von den Folgen des Krieges geprägt war – und ihr Leben nahm eine entscheidende Wendung, als sie dem ehemaligen deutschen Soldaten begegnete.
Eine außergewöhnliche Verbindung
Ihre Beziehung begann in einer Zeit, in der Misstrauen gegenüber Deutschen noch weit verbreitet war. Doch Margaret zeigte Mut, Menschlichkeit und die Bereitschaft, über Vorurteile hinwegzugehen: Sie erkannte in Bert einen Menschen mit Herz, Leidenschaft und einer einzigartigen sportlichen Gabe.
Sie hatte einen entscheidenden Einfluss auf Trautmanns Integration in die englische Gesellschaft – nicht nur als Ehefrau, sondern auch als emotionale Stütze. Besonders in den frühen Jahren seiner Karriere bei Manchester City, als er mit Kritik und Vorbehalten konfrontiert wurde, war Margaret eine feste Stütze.
Familie, Kinder und schwerer Verlust
Margaret und Bert heirateten offiziell im Jahr 1950 und hatten zusammen drei Kinder: John, Mark und Stephen. Die Familie war lange Zeit ein Zentrum ihres Lebens.
Doch im Jahr 1956 erlebten sie einen verheerenden Verlust: Ihr ältester Sohn John wurde bei einem Autounfall im Alter von nur 5 Jahren getötet – nur wenige Monate nachdem Bert im FA-Cup-Finale mit einem gebrochenen Genick gespielt hatte. Dieser Unfall, so Trautmann selbst, beeinflusste das Ehepaar zutiefst und setzte eine lange Phase emotionaler Belastung in Gang.
Das Ende der Ehe
Trotz der Liebe und Unterstützung, die Margaret ihm gegeben hatte, zerbrach die Ehe schließlich im Jahr 1972, nach über zwei Jahrzehnten. Hauptgrund war der schwere familiäre Verlust und die unterschiedlichen Wege, wie sie und Bert mit diesem Trauma umgingen.
Margaret Friar bleibt in der Geschichte nicht nur als Ehefrau Trautmanns bekannt, sondern als starke, mutige Frau, die in einer schwierigen Zeit einen ungewöhnlichen Weg der Versöhnung und Unterstützung gegangen ist.
Die zweite Ehe: Ursula von der Heyde – Rückkehr zu den Wurzeln
Neuanfang nach dem ersten Ehebeben
Nach seiner Scheidung von Margaret kehrte Bert Trautmann nach Deutschland zurück – ein Schritt, der viele Veränderungen in seinem Leben einleitete. Hier lernte er seine zweite Ehefrau, Ursula von der Heyde, kennen.
Ursula stammte aus Deutschland und symbolisierte für Trautmann auch eine Rückkehr zu seinen kulturellen und familiären Wurzeln. Diese Ehe begann in den 1970er Jahren, einer Phase, in der Trautmann sein Fußballspiel bereits beendet hatte und sich neuen Aufgaben und Lebenswegen widmete.
Gemeinsame Zeit und Herausforderungen
Während dieser Zeit teilte das Paar viele gemeinsame Erfahrungen: Umzüge, berufliche Neuausrichtung und das Aufbauen eines Lebens abseits des Rampenlichts. Trautmann arbeitete weiterhin im Fußballbereich, unter anderem als Trainer und Sportfunktionär.
Doch trotz gemeinsamer Interessen und Bindungen blieb diese Ehe nicht von Dauer: Sie endete 1982 mit der Scheidung.
Ursula von der Heyde wird in Biografien nicht so ausführlich beschrieben wie Margaret, doch ihre Rolle steht für einen bedeutsamen Lebensabschnitt von Trautmann – einen Abschnitt geprägt von Rückkehr, Neuorientierung und persönlicher Entwicklung.
Die dritte Ehe: Marlis – Frieden, Begleitung und Lebensabend
Eine spätere Liebe
Nach zwei Ehen voller Dynamik, Herausforderungen und persönlicher Krisen fand Bert Trautmann in seiner späten Lebensphase erneut Liebe – mit Marlis.
Marlis spielte eine entscheidende Rolle in den letzten Lebensjahren von Trautmann. Sie war nicht nur seine Ehefrau, sondern auch seine emotionale Stütze, Begleiterin und Partnerin, die ihn bis zu seinem Tod im Jahr 2013 an seiner Seite hatte.
Ein Leben in Spanien
Mit Marlis zog Trautmann nach Spanien, nahe Valencia, wo sie gemeinsam in einem kleinen Bungalow lebten und seinen Lebensabend verbrachten. Diese Zeit war geprägt von Ruhe, Frieden und dem Abschluss vieler persönlicher Kapitelerfahrungen.
Marlis begleitete Trautmann bis zu seinem Tod am 19. Juli 2013 im Alter von 89 Jahren. Sie hielt ihm die Treue in seinen letzten Lebensjahren und stand ihm bei vielen späten Ehrungen und Würdigungen seiner Karriere zur Seite.
Ihre Rolle zeigt die Bedeutung einer Partnerschaft, die nicht mehr im Schatten von sportlichen Erfolgen, sondern im Licht persönlicher Nähe und Lebensbegleitung steht.
Weitere Beziehungsaspekte: Tochter aus früherer Beziehung
Bevor Trautmann Margaret Friar heiratete, hatte er bereits eine Beziehung zu Marion Greenhall, aus der eine Tochter – Freda – hervorging. Diese Beziehung endete jedoch, bevor Trautmann berühmt wurde, und er war lange Zeit von seiner Tochter getrennt. Erst Jahre später, im Jahr 1990, fanden sie wieder zueinander, und 2001 wurde er auch wieder in Marion Greenhalls Leben eingeführt.
Diese Beziehung und Wiedervereinigung zeigen eine zusätzliche Facette seines Lebens: Versöhnung, Reparatur von Fehlern und die Fähigkeit, Beziehungen zu heilen, selbst nachdem Zeit und Schmerz sie getrennt hatten.
Persönliches Vermächtnis seiner Beziehungen
Bert Trautmann war nicht nur ein herausragender Fußballspieler, sondern ein Mensch mit komplexen Beziehungen, tiefem Schmerz und großer Fähigkeit zu lieben. Seine Ehepartnerinnen spielten dabei zentrale Rollen in der Gestaltung seines Lebens:
Margaret Friar: Unterstützende erste Ehe, geprägt von Liebe, Integration in England und tiefer persönlicher Tragödie.
Ursula von der Heyde: Zweite Ehe, geprägt von Rückkehr zu kulturellen Ursprüngen und persönlicher Neuorientierung.
Marlis: Dritte Ehe, geprägt von Frieden, Lebensabend und beständiger Liebe bis zum Lebensende.
Zusätzlich zu diesen Ehebeziehungen zeigt seine Wiedervereinigung mit seiner Tochter, dass sein Leben nicht nur von sportlichen Erfolgen, sondern auch von menschlicher Entwicklung, Fehlern und Versöhnung geprägt war.
Fazit
Bert Trautmanns Ehepartner Leben war eine bemerkenswerte Reise durch Fußball, Krieg, Liebe, Verlust und persönliche Wandlung. Seine Ehepartnerinnen – Margaret Friar, Ursula von der Heyde und Marlis – waren bedeutende Begleiterinnen auf diesem Weg, jede auf ihre eigene Weise. Sie gaben ihm Halt, Liebe, Verständnis und Begleitung in verschiedenen Lebensphasen. Durch sie wird ein lebendiges Bild sichtbar: Nicht nur eines der sportlichen Leistungen, sondern eines Menschen, der liebte, litt, veränderte und schließlich Frieden fand.
(FAQs)
Wie viele Ehepartner hatte Bert Trautmann?
Bert Trautmann war dreimal verheiratet: mit Margaret Friar, Ursula von der Heyde und Marlis.
Wer war seine erste Ehefrau?
Seine erste Ehefrau war Margaret Friar.
Hatte Trautmann Kinder?
Ja, er hatte drei Söhne mit Margaret Friar sowie eine Tochter aus einer früheren Beziehung.
Was geschah mit seinem Sohn John?
Sein ältester Sohn John starb 1956 bei einem Autounfall, was die Familie schwer belastete.
Wo verbrachte Trautmann seine letzten Jahre?
Er verbrachte sie in Spanien nahe Valencia mit seiner dritten Ehefrau Marlis.

